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Radfahren auf Tenerife

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Die Wetterprognose für unsere Ferienwoche im Frühling hätte schlechter nicht sein können. Wir entscheiden uns am Abend unseres letzten Arbeitstages irgendwohin zu gehen wo die Sonne scheint. Kurzentschlossen kaufen wir und Flüge nach Tenerife...eine Woche sollte da wohl reichen um einiges der Insel per Fahrrad zu erkunden. Zum ersten Mal nehmen wir bei Vorabend Checkin den Fahrradschachtel Service bei Swiss am Flughafen in Zürich in Anspruch. Wer mit Swiss fiegt kriegt die Schachtel fürs Bike verpacken gratis..alle anderen bezahlen 20 Franken pro Karton.

Die Reise nach Tenerife scheint nicht unter einem guten Stern zu stehen. Als wir uns am Gate einfinden wird gerade unser Flag als gecancelt bekanntgegeben.... 

Die Vulkanaschewolke aus Island hat so gut wie alle spanischen Flughäfen beglückt. Madrid bleibt an diesem Tag geschlossen. Glücklicherweise werden wir auf den Edelweiss Direktflug umgebucht und erreichen so unser Reiseziel zur ursprüglich geplanten Zeit ohne Umsteigen.

Wir starten vom Flughafen im Süden der Insel und erreichen am Abend das Dörfchen San Miguel. Zu unserer Freude gibt es hier sogar ein Hotel in dem wir die erste Nacht verbringen können.

Am nächsten Tag fahren wir weiter den Berg hinauf. Unser Ziel ist der Aussichtspunkt am Fusse des Teide (Mirador del Roque). Bei böigem Gegenwind traversieren wir die Hochebene südlich des Teide. Karge Lavafelder prägen das Landschaftsbild. Auf der Westseite des Teide erwartet uns eine lange Abfahrt. 2000 m runter bis ans Meer. Eigentlich wollten wir nicht bis ganz runter fahren sondern in Chio oder Tamaimo übernachten. Leider gabs hier weder eine Herberge noch ein Hotel sodass wir uns schlussendlich mit einem all inclusive Hotel in Puerto de Santiago zufrieden geben müssen.

Der folgende Tag wartet dann gleich von Beginn weg mit einem massiven Anstieg auf. Die gestern noch locker runtergerollten Höhenmeter von Tamaimo müssen jetzt wieder "erkämpft" werden. In Santiago del Teide gönnen wir uns eine Mittagspause mit "Leckerein" aus dem lokalen Supermercado "El Forte". Wir folgen der Empfehlung des Hotelbesitzers unserer ersten Übernachtung und machen uns auf den Weg nach Masca. Wir kommen früh am Tag in dem kleinen hübschen und ruhig gelegenen Bergdörfchen an und entscheiden uns hier zu übernachten. Schnell sind unsere Packtaschen und die Fahrräder beim Casa Rural Morro Catana verstaut und wir nehmen den Wanderweg in den Barranco de Masca unter die Füsse. Der steile Weg führt durch tief eingeschnittene Schluchten runter zum Meer.

Nach Masca führt das schmale Strässchen weiter durchs Gebirge bis auf einen Pass. Ab hier ändert sich das Landschaftsbild schlagartig. Bis anhin war es relativ trocken, karg und felsig, jetzt ist alles grün und bewachsen. Wir fahren nicht gleich runter an die Küste sondern etschliessen uns noch einen kurzen Abstecher nach Teno Alto zu machen um dort etwas zu Mittag zu essen. Nach einer Stärkung mit Geisskäse und Gemüsesuppe gehts dann weiter bis zum westlichsten Punkt von Tenerife, dem Faro de Teno. Die Strasse von Buena Vista del Norte zum Leuchtturm scheint zwar offiziell gesperrt zu sein, interessieren tut das aber scheinbar niemanden...Vom Leuchtturm gehts zuerst auf dem gleichen Weg zurück. Danach führt die Strasse durch umfangreiche Bananenplantagen mehr oder wengiger der Küste entlang bis nach Garachico. Wir übernachten in einer preiswerten Unterkunft im Städtchen.

Eine steile kurvenreiche Strasse führt uns nun wieder hinauf aus Gebirge. Über El Tanque de Arriba und San José de Los Llanos fahren wir bis kurz vor Montañeta und biegen hier ab in Richtung "Las Arenas Negras". Ab hier verläuft der Waldweg horizontal einem Wasserkanal entlang in Richtung Osten. Oberhalb des Camping El Lagar etschliessen wir uns aufgrund der Kälte auf dier Höhe in wärmere Gefilde "abzufahren". Auf der TF-344 fahren wir bis nach Los Realejos und dann nach La Orotava. Wir übernachten in der Pension Silene bei Antonio.

Nach einem umfangreichen Frühstück und bei mässig gutem Wetter steigen wir wieder hoch in Richtung Teide. Auf gut 2000 m erreichen wir das Restaurant bei El Portillo. Bei sehr windigem kalten und nebligem Wetter folgen wir der TF-24. Mittlerweile haben wir sämtlich Kleider die wir dabei haben montiert. Socken dienen als Ersatz für die leider nicht mittgenommenen Handschuhe. Die Strasse steigt bis beinahe 2400 m an und hält dann ihre Höhe für einige Kilometer. Etwas durchfrohren erreichen wir nach einer längeren Abfahrt La Esperanza. Bei heissem Kaffee wärmen wir uns etwas auf. La Lagune ist schnell erreicht und nach einigem Fragen ist auch das Hostal Berlin gefunden. Die Lage des Hostal zum Flughafen ist für uns ideal. Das lokale Fahrradgeschäft Vadebicis schenkt uns zwei leere Fahrradkisten für den Rücktransport.

An unserem vorletzten Tag auf Tenerife erkunden wir noch den Ostteil der Insel. Hier herschen neben der Strasse Urwald mässige Verhältnisse. Wir fahren auf der TF-12 und später auf der TF-123 bis zu der Stelle wo die Strasse sich gegen die Küste hinunterzuschlängeln beginnt. Ab hier gehts zurück auf der selben Route.

Die Rückreise mit dem Flugzeug ging dann ohne Vulkanaschee und geschlossene Flughäfen vonstatten.

Photogalerien:

Vom Aeropuerto Reina Sofia nach Masca

Von Masca nach La Laguna

Karte:


Tenerife auf einer größeren Karte anzeigen

 
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